Allgemein Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 864

6. März 2026

War nicht gerade erst Montag? Wo ist die Woche schon wieder geblieben? Die Welt brennt gefühlt, und ich traue mich morgens kaum, das Handy anzumachen und die Nachrichten zu lesen. Aber schön, dass ihr wieder hier seid für meinen Gedankensalat, die Freitagstipps und den Freitagsfüller.

Politische Entscheidungen, getroffen von wenigen und die von uns allen getragen oder besser ertragen werden müssen. Krisenmeldungen. Kriege, die nicht enden. Gesellschaften, die sich verhärten. Manchmal fällt es mir schwer, einfach weiterzumachen.Einkaufen zu gehen, zu planen, zu lachen, während so vieles aus dem Gleichgewicht geraten ist. Es ist ermüdend, zuzusehen, wie Macht ausgeübt wird und über Schicksale von Menschen entschieden wird. Umso bewusster halte ich mich an dem fest, was nah ist. An diesen unspektakulären, so oft betonten „kleinen” Dingen.

Das vergangene Wochenende in Berlin mit meinen Kindern hat wieder einmal so gut getan, ich habe ein wenig positive Vibes gespeichert. Und der Blick über den eigenen Horizont hinaus, die Impulse, die sich durch Begegnungen und Gespräche mit wesentlich jüngeren Menschen immer wieder ergeben, finde ich ungeheuer wichtig für mich und auch für unsere Gesellschaft.

Ich bin in Ruhe durch die Stadt gebummelt, war endlich mal in der Staatsbibliothek, habe phantastisch gut bei meinem Sohn die leckersten Bagel gefrühstückt und auf dem Heimweg die besten Doughnuts Berlins mitgenommen. Ein 20€ Knöllchen kassiert für 5 Minuten Überschreitung der Parkuhr. Abends am Maybachufer draußen (!) mit den Mädels den ersten Aperol Spritz getrunken und Pizza gegessen und die beste Zeit gehabt.

Freitagstipps Berlin Pizza

Vielleicht ist es genau das, was man tun kann. Nicht das Wegsehen. Das gleichzeitige Aushalten von Weltgeschehen und persönlichem Glück. Informiert zu bleiben und dennoch im Hier und Jetzt Dankbarkeit zu empfinden.

Am Samstag haben wir von Berlin aus einen Ausflug nach Potsdam gemacht. Da wieder mal die Bahnen und Busse bestreikt wurden, mussten wir zweimal mit dem Auto durch die ganze Stadt gurken. Meine Tochter wohnt nur eine halbe Stunde von Potsdam entfernt, mein Sohn aber fast am entgegengesetzten Ende der Stadt. Nun ja, es war nicht zu ändern, aber der Verkehr in Berlin ist kein Spaß. Die Berliner fahren ohne Rücksicht auf Verluste, das Recht des Stärkeren wird brutal ausgenutzt. Überall Baustellen, todesmutige Fahrradfahrer und Rollerfahrer. Nachdem ich ein paar Mal laut geflucht hatte (mir fallen dann die schlimmsten Schimpfwörter ein, besonders für Männer im Mercedes) meinte meine Tochter irgendwann: “Mama, die sind hier irritiert von deiner Fahrweise, du fährst zu rücksichtsvoll und lässt alle vor, das macht hier keiner”. Ach so.

Wenn ich in Berlin Uber fahre, habe ich jedesmal fast Todesangst. Na ja, fast. Aber dafür sind die Berliner Uber Fahrer die coolsten mit den besten Geschichten.

Freitagstipps Potsdam

Der Nachmittag in Potsdam kam uns vor wie ein Kurzurlaub, besonders im historischen holländischen Viertel. Durch das phantastische Wetter waren die Straßen und Cafes voll, viele Touristen unterwegs und der Kontrast zum an manchen Stellen lauten und dreckigen Berlin fiel auf. Schloss Sanssouci lag noch im Winterschlaf, alle Statuen waren eingepackt und trotzdem waren leichte Bridgerton Vibes da. Ich muss unbedingt nochmal in der Vorweihnachtszeit nach Potsdam, dort soll es dann besonders schön sein. Als ich übrigens am Tag vorher Tipps für Potsdam googelte, zeigte mit Gemini (das ist die KI von Google) direkt an, dass in Potsdam zurzeit 69 Millionäre leben. Zumindest an den Häusern merkt man das.

Ich könnte mal wieder einige neue Tipps für Berlin in einem Blogbeitrag zusammenfassen, fällt mir gerade auf. Gespeichert habe ich jedenfalls einiges Neues, das meine letzten Tipps für Berlin ergänzen wird. Schaut auch gerne in meine Kategorie Reisen, da gibt es noch mehr Tipps zu Berlin.

Meine Tochter war dann noch einige Tage mit bei mir und ich habe sie noch ein wenig verwöhnen können. Jetzt bin ich aber auch wieder froh, das kommende Wochenende nur in meinem eigenen Rhythmus rumschlumpfen zu können.

Ich genieße schon die ganze Woche die Sonne, den blauen Himmel und die Frühlingsboten im Garten. Ob es wirklich nochmal Winter wird? Um ehrlich zu sein, könnte ich drauf verzichten. Und die Vögel, die ich überall höre sicher auch. Andererseits ist das alles nicht normal und so richtig fühlt es sich noch nicht an.

Freitagstipps Frühling Garten

Während im Nahen Osten Raketen einschlagen und Drohnen über Städte fliegen, scrolle ich durch Netflix und überlege, welche Serie ich heute Abend schauen soll. Diese Gleichzeitigkeit der Welt fühlt sich manchmal völlig absurd an.

Und sonst so?

US-Außenminister Marco Rubio hat noch heftigere Angriffe gegen den Iran angekündigt. Für diesen Krieg hat Donald Trump keine Gründe und keinen Plan. Die Folgen wird die ganze Welt spüren. Irans Vergeltungsschläge treffen Dubais Luxusbauten ebenso wie US-Basen in der Golfregion. Der Iran droht, jedes Schiff zu verbrennen, das die Straße von Hormus zu passieren versucht. Kein Tropfen Öl solle durchkommen, um die globalen Ölpreise auf bis zu 200 US-Dollar zu treiben. Zack, seit gestern kann man bei uns nirgendwo mehr unter 2€ tanken. Es ist alles nicht zu begreifen.

Es ist ziemlich ätzend, in den Emiraten, in Dubai oder anderswo festzustecken, weil der Luftraum großflächig gesperrt ist. Ignorant ist es allerdings, trotz wochenlanger Kriegsdrohungen dorthin zu fliegen, um in Fernost Urlaub zu machen. Und sich dann noch darüber aufzuregen, dass man nicht auf Staatskosten sofort nach Hause geflogen wird. Das hat mich schon etwas aufgeregt in den letzten Tagen.

Wer in den letzten (mindestens 4) Wochen nur einmal irgendwelche Nachrichten sieht, wusste, dass es da nicht gerade rosig werden konnte. Es gibt noch sowas wie Selbstverantwortung. Keiner zwingt die Menschen in die Golfstaaten zu reisen oder auf dem Weg nach Fernost dort zwischenzulanden. Wenn sie es trotzdem machen – im Wissen über die aktuelle Lage – haben sie sich in ihrer Risikoabwägung dennoch für die Reise entschieden, aber halt daneben gelegen. Alle anderen, die nicht gereist sind, haben sich in diesem Fall richtig entschieden. Man muss auch nicht für alles eine Reisewarnung ausgeben. Spätestens als der 2. Flugzeugträger in der Golfregion war, sollte jedem klar gewesen sein, dass man dort seinen Urlaub besser nicht macht.

Von den ganzen Dubai Influencern bzw Steuerflüchtlingen mal ganz zu schweigen. Peinlichste Videos ever. Jedes einigermaßen persönliche Erlebnis wird als Content gebraucht, wobei man sich schon fragen kann, was eigentlich passieren muss, damit diese ultimative Selbstvermarktung zum Erliegen kommt. Ein Kriegsausbruch mit Kampfgeschehen in unmittelbarer Nähe ist es augenscheinlich nicht. Und so erlebten wir auf Social Media eine nie dagewesene Berichterstattung aus einem Kriegsgebiet. Nachdem Influencer in Dubai zunächst noch die Raketen am Himmel filmten oder ein wenig irritiert, aber keineswegs verstört berichteten, wie die Musik in den Clubs wegen der Detonationen lauter gedreht wurde, änderten sich die Beiträge in den darauffolgenden Tagen.

Gezeigt wurde geradezu aggressiv gelassen die Normalität in Dubai, während einige Influencer immer wieder betonten, dass sie sich sicher fühlten und wie sehr sie der dortigen Regierung vertrauten. Und auf einmal wollten sie dann doch weg. Still und heimlich oder medienwirksam wie Fiona Erdmann, Ex-Germany’s Next Topmodel Kandidatin. Sie dokumentierte in den vergangenen Tagen und in bester Videotagebuchmanier ihre Flucht aus Dubai in den Oman.

Wie passend auch, dass Gas Kathi (unsere Wirtschaftsministerin formerly known as EON Vorstand) kurz vorher erst die Förderung für  erneuerbare Energien stoppt und zurück zu fossiler Energie möchte.

Ich glaube, das Problem liegt darin, dass es für Politiker keine Konsequenzen mehr gibt. Es gab mal etwas wie Anstand, Moral und Demut. Selbstregulation. Das sind längst keine Eigenschaften mehr, die im politischen Betrieb positiv betrachtet werden. Es zählt das dicke Fell. Masken-Spahn und Frau Reiche sind das beste Beispiel dafür. Dieses Davonkommen, sich durchlavieren, abprallen lassen prägt en Politiker wie sie die politische Struktur. Es gibt keine Konsequenzen mehr für dickfellige. Wir kommen wir da wieder hin?

Und nur zur Erinnerung für das Wochenende: Der Internationale Frauentag am 08. März ist kein „Muttertag light“, sondern ein Kampftag für Gleichberechtigung.

Good News!

Seit fast täglich wieder die Sonne scheint, bin ich deutlich motivierter. Natürlich geht es hier nur um Wetter, aber mal ehrlich: Es bestimmt unseren Alltag stärker, als wir zugeben. Umso besser die Nachricht: Der Deutsche Wetterdienst setzt jetzt auf KI, um Prognosen schneller und präziser zu machen. Praktisch für den Alltag – aber besonders wichtig im Katastrophenfall.

Fraunhofer-Forschende in Dresden haben eine Methode entwickelt, Papierverpackungen wie Pappkartons ohne Klebstoff zu verschließen. Ein Laser verändert dabei die Papierfasern so, dass sie selbst haften; Recycling wird dadurch einfacher und sauberer. Ein Prototyp zeigt bereits: das Verfahren könnte auch industriell funktionieren. Wichtig im Zeitalter von Versandkartons und Tüten!

 

Freitagstipps

 

1.  Weil ich heute  ___________.

2.  _________ zu dem Menschen gemacht, der ich bin.

3.  Jede Woche ___________.

4.  __________ gegen den Strich.

5.  Das Beste ___________ .

6.   ____________ das nervt mich total!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Meine Tochter und ich haben uns am Wochenende  “Amrum” angeschaut. Der Coming-of-Age-Film des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin erzählt die Greschichte des 12-jährigen Nanning in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs auf der Insel Amrum, basierend auf den Kindheitserinnerungen des Regisseurs Hark Bohm. Das hörte sich gut an. Spoiler: wir waren am Ende des Films fertig mit den Nerven und mussten zwischendurch immer mal mal weggucken. Traumhaft schöne Landschaft und Bilder, grandiose Schauspieler, besonders in den Hauptrollen. Ein berührender Film, aber was für eine deprimierende tieftraurige Geschichte.

Danach brauchte ich was Leichtes. Und fand es in der ZDF Mediathek. Die sechsteilige Dramaserie „Máxima”  erzählt den abenteuerlichen Lebensweg der niederländischen Königin, von ihrer Jugend in Argentinien über ihre Zeit in New York bis zur Beziehung mit Willem-Alexander. Interessant und relativ nah an der Realität. Ich wusste ehrlich gesagt nicht viel über das Leben von Máxima Zorreguieta vor ihrer Hochzeit, was für eine beeindruckende Persönlichkeit! Und eine schöne Love Story.

Es gibt bald eine zweite Staffel, wann und wo konnte ich noch nicht herausfinden. Diese spannt den Bogen von den Vorbereitungen zur Hochzeit mit Prinz Willem-Alexander bis zur Krönung rund zehn Jahre später.

Freitagstipps zum Lesen

Zugegebenermaßen sagte mir der Begriff Dark Patterns nichts. Außer vielleicht dunkel gemusterte Sachen. Dark Patterns fördern die Sucht nach Social Media. Entwickelt hat die psychologischen Tricks ein Forscher in Stanford. Heutzutage werden sie von allen Tech-Firmen genutzt. Dark Patterns: Die gefährlichen Tricks der Tech-Konzerne. Puhh.

Nach dem Deal mit dem US-Verteidigungsministerium steht OpenAI in der Kritik. Viele ChatGPT-Nutzer:innen kündigen ihre Abos, der wi­der­stän­dige Rivale Anthropic verzeichnet mit seiner KI namens Claude Rekordzuwächse. Ich wünschte, mehr dieser Tech Bros würden sich endlich GEGEN Trump stellen.

Freitagstipps zum Hören

Bettine Böttinger hatte in ihrem Podcast “Zwischen den Zeilen” Atze Schröder zu Gast. Ich dachte erst ne, den höre ich mir nichtan. Wie heißt der Mann eigentlich richtig btw? Und dann war ich angenehm überrascht, dass Atze Schröder nun einer der Comedians ist der sich selbst und den “alten” Humor reflektiert. Man muss nur mal richtig hinhören. Er war nie komplett taub für Empfindungen und Gefühle anderer. Das ging immer nur im Lichte seiner Kunstfigur unter. Zwischen den Zeilen konnte man schon immer erkennen, dass da ein reflektierter Mensch drin steckt. Seine Comedy war nie meins. Aber außerhalb dessen finde ich es gut, dass er seine “echte” Stimme jetzt so positiv nutzt.

Meine Tochter und ich haben auf der Rückfahrt von Berlin im Auto den Soundtrack zur Serie Love Story – John F. Kennedy & Calonyn Bessette Soundtrack gehört. So schöne 90er Musik. Und die Serie ist erst recht ein Hingucker, ich freue mich schon auf die nächste Folge heute.

Und dann die letzten DREI Folgen Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood hintereinander . Was haben wir gelacht! Diese Zwillinge sind inzwischen komplett schmerzfrei. Einfach göttlich hemmungslos und witzig. Tom “Mister Heidi Klum” und Bill die Promi-Matratze. Man kann einfach nicht anders, als sich von ihrer guten Laune anstecken zu lassen.

Das waren meine Freitagstipps und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Passt gut auf euch auf. Und erlaubt euch vielleicht heute auch einen Moment Leichtigkeit.

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 863

27. Februar 2026

Heute kommen die Freitagstipps und der Freitagsfüller aus Berlin. Ich bin über das Wochenende hier bei meinen Kindern und diese Stadt fasziniert mich immer wieder.

Außerdem ist das Wetter frühlingshaft und sofort haben alle Leute bessere Laune. Geht’s euch auch so? Ich habe mich heute mittag in der Stadt in meinem Wintermantel (morgens und abends ist es immer noch frisch) halb weggeschwitzt und mir das erste Eis des Jahres gegönnt. Joghurt Orange, bei Rausch am Gendarmenmarkt. Köstlich und so erfrischend!

Die ebenfalls köstlichen Rausch Balsamico Pralinen (Stück 2,50) habe ich mir ausnahmsweise verkniffen. Aber ich bin noch bis Sonntag hier und weiß nicht, ob ich den Vorsatz durchhalten kann.

Freitagstipps Berlin Februar

Und gestern hatten wir ein phantastisches Konzert Erlebnis in der Berliner Philharmonie. Regelmäßige Leser des Blogs erinnern sich vielleicht, dass ich Mitte Juli letzten Jahres total euphorisch vom Anna Lapwood Konzert im Kölner Dom berichtet habe. Kurz danach entdeckte ich den Termin für die Berliner Philharmonie im Februar und habe direkt Karten gekauft. Vorgestern war es endlich soweit und ein unglaublich schönes Erlebnis mit Magie und Gänsehaut Feeling.

Kleine Story am Rande: Eigentlich war Foto- und Videoverbot, wie bei den meisten Konzerten in klassischen Häusern. Es gab während des Konzertes aber einen Moment, als uns Anna bat, die Lampen an den Handys anzumachen. Bei “Cornfield Chase” aus dem Film Interstellar. Die Atmosphäre war einfach magisch. Und jeder hat den Moment anscheinend genutzt und  “heimlich” gefilmt. Jedenfalls gab es jede Menge solcher Videos auf Instagram, die Anna Lapwood am nächsten Tag auf ihrem Account repostet hat. Ich finde es sehr amüsant. Man denkt ja immer, der Deutsche an sich ist so regelkonform. Anscheinend sind wir alle auch nur Menschen.

Und sonst so?

Kaum ein Thema sorgt derzeit für so viel schlechte Stimmung wie die Politik und die deutsche Wirtschaft. Schlagzeilen über Abstieg, Stillstand und verlorene Wettbewerbsfähigkeit sind allgegenwärtig – und hinterlassen schnell das Gefühl: Es geht nur noch bergab. Und wir sind alle faul und deswegen Schuld dran. Ich kann es nicht mehr hören.

Wir müssen die verschlafenen, durch Sparmaßnahmen geprägten Merkel-Jahre aufholen und in die Infrastruktur investieren.  Ich habe neulich gelesen, dass das deutsche Wirtschaftsmodell auf drei Säulen stand: Schutz von den USA, billiges Gas aus Russland und China als Exportmarkt. Alle drei dieser Säulen sind jetzt zusammengebrochen. Die Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft seit Jahren einen Kurswechsel brauchte, waren lange da, aber die politische Führung und die Industriellen zogen es vor, den Kopf in den Sand zu stecken und jeden Versuch zu torpedieren, das Land und seine Wirtschaft zu modernisieren. Jetzt tun sie so, als ob das Problem der Sozialstaat und faule Angestellte wären, anstatt ihre eigenen Fehler.

Deutschland scheint langsamer zu werden, aber das passiert in ganz Europa.

Die Welt hat sich verändert, und das erfordert ein Re-Set, was Zeit braucht, besonders in einem Land, das Veränderungen hasst.  Davon abgesehen, vieles davon ist Medienrummel. Deutsche suhlen sich gerne darin, wie schrecklich alles ist und wie das Land den Bach runtergeht. Wenn man der Presse glauben darf, ist das BIP auf mittelalterliches Niveau eingebrochen, und das Land ist nur eine Steuererklärung von der Insolvenz entfernt.

Ich glaube, es ist nicht ganz so schlimm, wie die Medien und Politiker im Dauerwahlkampf uns vermitteln, wir schaffen das.

Freitagstipps Berlin

Noch was Amüsantes, was mir gestern begegnet ist, deutsche Sprache ist einfach kompliziert:

  1. Sprich ruhig lauter.
  2. Deine Hose ist ganz schön hässlich.
  3. Das ist einfach kompliziert.
  4. Komm, geh einfach.
  5. Das ist ja voll leer hier.
  6. Das ist einfach richtig falsch.
  7. Wir müssen uns langsam beeilen.

Good News!

Potsdam führt ab Juli 2026 eine Verpackungssteuer für alle Betriebe mit To-go-Angebot ein: 50 Cent pro Einwegbecher oder -schale, 20 Cent pro Besteckteil. Die Stadt will so Müll vermeiden und Mehrweg stärken. Vorbild ist Tübingen, das die Abgabe bereits erhebt. Potsdam plant eine Verpackungssteuer, und ich finde das gut.

Beispiele aus Großbritannien zeigen, dass Limonaden auch mit weniger Zucker auskommen können. Eine Zuckersteuer könnte auch hierzulande dazu beitragen, den Zuckergehalt zu senken und langfristig die Gesundheit verbessern. Bringt eine Zuckerstauer wirklich etwas?

Psychedelika als Hoffnungsträger? Eine kleine, randomisierte Pilotstudie mit 34 Teilnehmenden deutet darauf hin, dass eine einmalige intravenöse DMT-Gabe, mit psychologischer Begleitung, depressive Symptome rasch lindern kann – teils schon nach einer Woche. Die Wirkung hielt in einigen Fällen mehrere Wochen an.

 

Freitagstipps

 

1.   Mein Frühstück heute   __________ .

2.  _______ weil ich das endlich ________ .

3. Der blaue Himmel  __________.

4.   _______ einfach online..

5.   Großes Glück für ________ .

6.   ________ unzufrieden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Habt ihr schon einmal von Gösta Engzell (1897-1997) gehört? Ich nicht, bis ich auf Netflix vergangene Woche “Die schwedische Verbindung” gesehen habe. Der Film erzählt die eher unbekannte wahre Heldengeschichte von Gösta Engzell. Einem Beamten, der während des Zweiten Weltkriegs als Leiter der Rechtsabteilung im schwedischen Außenministerium arbeitete und durch geschickte juristische Manöver zehntausenden Juden das Leben rettete. Offiziell war Schweden im Krieg neutral, Dänemark und Norwegen waren von den Deutschen besetzt.

Die wahre Geschichte hinter „Die schwedische Verbindung” ist deshalb so bemerkenswert, weil sie zeigt: Widerstand muss nicht laut sein. Er kann auch in Formularen, in juristischen Formulierungen und in der Entscheidung liegen, eine Vorschrift menschlich auszulegen. Ich fand den Film absolut sehenswert. Leider habe ich wie so oft nur den Original Trailer zum Verlinken gefunden, natürlich gibt’s auf Netflix auch die deutsche Synchronisation.

Und ebenfalls auf Netflix habe ich die Doku „Reality-Check: Inside Americas Next Topmodel“ gesehen. Hui hui, es muss ja damals ein Albtraum für die Kandidatinnen gewesen sein. Schonungslos wird das jetzt aufgedeckt.

Die Show lebte von Extremen: Für Fotoshootings trugen Kandidatinnen Unterhosen aus rohem Tierfleisch, posierten als Mordopfer, Drogensüchtige oder Obdachlose – mit echten Obdachlosen als Statisten. Der Gipfel war ein Shooting, bei dem sie die Hautfarbe tauschten!

«Das war meine Art, der Welt zu zeigen, dass braune und schwarze Haut schön ist», sagt Tyra heute. Indem sie weisse Haut schwarz anmalt und schwarze Haut weiss? Man kann sich beim Zuschauen gar nicht oft genug die Hand ins Gesicht klatschen!

Es ist hart, eine schlimme Szene nach der anderen zu sehen – auch für die ehemaligen Kandidatinnen. Man sieht ihnen an, wie sie noch immer mit den Erfahrungen von damals zu kämpfen haben. Und auch das ehemalige TopModel und “Erfinderin” der Serie, Tyra Banks und ihre damaligen Juroren sehen ein, dass nicht alles richtig gelaufen ist. Doch so richtig Verantwortung übernehmen möchten jetzt weder sie noch die ehemalige Senderchefin oder der Produzent. Egal womit sie in der Doku konfrontiert werden, sie haben stets drei Ausreden parat. Erstens: Die Modebranche an sich sei schuld. Zweitens: Das war eine andere Zeit. Drittens: Die Zuschauer wollten das so.

Ein paar Zahlen: 24 Staffeln lang lief die Mutter aller Model-Castingshows im US-Fernsehen, von 2003 bis 2018 mit über 300 Episoden. In ihrer Hochphase schalteten bei einzelnen Folgen rund neun Millionen Menschen ein – für eine Castingshow ein absoluter Ausnahmezustand.

Und: «America’s Next Top Model» war ein globales Franchise. Unter dem schlichten Titel «Top Model» entstanden über 50 internationale Ableger in mehr als 40 Ländern, von Brasilien bis Vietnam, für einige Zeit auch in der Schweiz. Besonders erfolgreich: Heidi Klums Version in Deutschland, die derzeit ihre 21. Staffel filmt. Weltweit wurden damit hunderte Staffeln produziert, tausende Kandidatinnen gecastet, bewertet, aussortiert, neu erfunden.

Ich halte inzwischen fast alle Reality Formate, die in erster Linie auf Machtmissbrauch und Erniedrigung abzielen, für unmoralisch und problematisch. Aber ich bin auch definitiv nicht die Zielgruppe, die Formate gewinnen trotzdem weiter an Popularität. Traurig.

Freitagstipps zum Lesen

Das inzwischen weltweit bekannte Foto vom schwitzenden Randy Andy im Auto haben Aktivisten sogar kurzzeitig im Louvre aufgehängt. Wie hat der Fotograf das sensationelle Bild geschossen? Die Fotogötter waren auf meiner Seite

Ich gebe zu, dass ich auch erst drauf reingefallen bin. Ein scheinbar harmloses Bild aus einem Wiener Kaffeehaus zeigt, wie leicht wir im Netz glauben, selbst zu prüfen – während unser Blick längst gesteuert wird. Nicht die KI täuscht dich – deine Aufmerksamkeit wird gelenkt. Super Spannende Analyse.

Undv deswegen hat Bill Kaulitz rosa Sessel in seinem neuen Designerhaus in L.A.! Von Puderrosa bis Rostrot: Diese 5 Interior-Farbtrends dominieren 2026. 

Freitagstipps zum Hören

Auf meiner Autofahrt nach Berlin habe ich zwei Podcasts gehört, die ich euch heute sehr empfehlen kann. Journalist Paul Ronzheimer gehört eigentlich nicht zu meinen Favoriten, weil er (warum eigentlich?) u.a. für die Bild Zeitung arbeitet. Aber da mir der Podcast von einer Bekannten empfohlen wurde, habe ich ihn ausnahmsweise mal wieder gehört. Denn er hatte einen echten Experten zu Gast im Interview.

Vier Jahre nach Kriegsbeginn ringt Deutschland weiter um seinen Kurs gegenüber Russland. Politiker und Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter erzählt, warum er den Angriff früh kommen sah, wie russische Einflussnahme in Berlin wirkte – und wie ihn über Jahre eine Frau ansprach, die später als Spionin enttarnt wurde. “Als mich Putins Spionin ansprach”. Er kritisiert zudem die zögerliche Waffenhilfe und das Ausbleiben der Taurus-Vorbereitung.

Der zweite Podcast hat mich mindestens genauso, wenn nicht noch stärker, gepackt. Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. In kürzester Zeit besetzt die russische Armee Gebiete im Süden und Osten des Landes und es beginnt die systematische Überwachung und Indoktrinierung der lokalen Bevölkerung. Korrespondentin Rebeca Barth aus dem ARD-Studio Kiew erzählt, wie die ukrainischen Familie Melnyk vor der Russifizierung floh. 2022 werden Eltern und zwei Kinder von der russischen Invasion überrascht. In der plötzlich besetzten Zone kämpft die Familie ums Überleben und versucht, der russischen Propaganda und Einflussnahme in Schule und Alltag zu entkommen.

Das waren meine Freitagstipps und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes frühlingshaftes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Art Journal Artist Trading Cards Basteln Mixed Media Projects Scrapbooking Tools und Werkzeuge

Große Briefmarken Liebe und der virale Briefmarken Stanzer

22. Februar 2026

Als Kind habe ich tatsächlich Briefmarken gesammelt und neulich in einer Kiste meine alten Briefmarken-Alben gefunden. Je bunter und exotischer, desto besser, war damals mein Motto.

Fast forward einige Jahrzehnte. Seit einiger Zeit sind Briefmarken in der Art Journal und Collage Szene extrem angesagt. Klar, dass ich da sofort drauf anspringe und mein kreatives Hirn tausend verschiedene Möglichkeiten dazu findet. Und seit Tim Holtz im vergangenen Jahr ein Retro Sticker Set mit alten Briefmarken auf den Markt gebracht hat, und 49&Market und Heidi Swapp Washi Tape mit Briefmarken verkaufen, sind sie auch in der Scrapbooking und ATC Community angekommen.

Ich verwende sie seit einiger Zeit auf fast all meinen Artist Trading Cards und auch auf Scrapbooking Layouts und in meinen Travel Journals. Auch alte Briefmarken, gebrauchte sozusagen. Auf Flohmärkten kann man übrigens sehr günstig alte Briefmarken kaufen, ganze Alben sogar. Ich habe angefangen, meine wachsende Briefmarkensammlung nach Farbgruppen zu sortieren, damit ich leichter als farblich passende Akzente die passenden finde.

Hier ein paar Beispiele, wie ich Briefmarken auf Scrapbooking Layouts eingesetzt habe.

Briefmarken Scrapbooking

Briefmarken Scrapbooking Layout

Briefmarken Scrapbooking LayoutUnd hier sind Briefmarken als kleine Akzente auf meinen Artist Trading Cards.

Briefmarken Artist Trading Cards

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Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 862

20. Februar 2026

Wenn die Olympischen Spiele vorbei sind, falle ich wahrscheinlich erstmal in ein Loch. Oder wieder in den Winterschlaf. Ich habe wirklich fast ganztags nebenbei den Fernseher laufen, oder habe unterwegs anderweitig versucht, etwas mitzubekommen. So viele berührende Momente, so viele Höchstleistungen, so viel Gänsehaut. Ich kann mir annähernd vorstellen, dass Olympische Spiele wahrscheinlich das absolute Highlight im Leben von Leistungssportlern sind, ein Lebensziel, und ein Gefühl von Gemeinschaft, das über Landesgrenzen und Nationalitäten hinaus verbindet.

Ansonsten überlege ich täglich, ob ich den Kamin anmachen soll. Dann wird es wieder wärmer draußen, und ich habe keine Lust, den Kamin dann wieder sauber zu machen. Dann schneit es wieder mal und ich denke: du könntest ja mal den Kamin anmachen. So gehts täglich hin und her. Als neulich mal für drei Stunden der Himmel blau war, habe ich mein Gesicht in die Sonne gehalten, meinen Kaffee draußen getrunken und dann war alles kurz gut.

Ich brauche Frühling. Dringend.

Freitagstipps Februar

Endlich habe ich auch geschafft, den ausführlichen Bericht über meinen Besuch der Creativeworld zu Ende zu schreiben. Ich habe einen Schwung neuer Artist Trading Cards gewerkelt und dabei an die Sesamstraße in den 80ern gedacht. Dazu demnächst mehr.

Am Wochenende finden die ersten Workshops des neuen Jahres bei mir zuhause statt und ich habe dafür ein besonders schönes neues Projekt entwickelt und vorbereitet. Heute muss ich noch ein paar Kleinigkeiten dafür vorbereiten und zack, dann ist die Woche schon wieder vorbei.

Gestern Abend war ich mit einer Freundin verabredet, in einer Pizzeria im Nachbarort. Wir hatten einen schönen Abend, haben viel gelacht und uns auch sonst gut und unbeschwert unterhalten.Als wir zahlen wollten, setzte sich die Kellnerin kurz an unseren Tisch. Wir kamen ins Gespräch, sie stammt aus der Ukraine. Und auf einmal war tiefbedrücktes Schweigen am Tisch. Sie erzählte vom Leben ihrer Verwandten, die kurz vor der Frontlinie in der Nähe von Saporischschja leben. Wenn man das überhaupt leben nennen kann. Ohne Strom, ohne Wasser, bei 1 Grad in der Wohnung. Netze zum Schutz vor den russischen Drohnen sind in den Straßen gespannt. Das Geräusch der Drohnen ist allgegenwärtig. Terror, purer Terror. Aber aufgeben ist keine Option, sagte sie.

Momente wie dieser berühren, zeigen, wie fragil die Illusion von Frieden und Sicherheit ist. Und wie unendlich dankbar wir sein können, hier in Deutschland geboren zu sein und leben zu dürfen.

Und sonst so?

Andrew, der Drecksack, wurde gestern verhaftet. An seinem Geburtstag. Gut so. Der Grund der Festnahme ist Amtsmissbrauch und es geht um seine Zeit als britischer Sondergesandter. Neue Unterlagen aus den Epstein-Akten deuten darauf hin, dass er möglicherweise vertrauliche Infos weitergegeben hat. Hoffentlich kommt da noch mehr ans Licht. Nachdem ich vor einigen Wochen die Biografie der beiden Ex-Royals Sarah und Andrew, “Entitled, The Rise and Fall of the House of York”* gehört habe, war ich wirklich entsetzt, was für ein Bild von diesen geldgierigen und skrupellosen Menschen da – nach zehnjähriger ausführlicher Recherche des Autors – gezeichnet wird.

Ein Mitglied der Königsfamilie. In Handschellen. Bill Gates sagte umgehend alle Termine in Indien ab. „Terminänderungen.“ Na klar. Die neuen Epstein-Akten sind veröffentlicht. Überall tauchen Namen auf. Und nun sitzt der erste „Unantastbare“ in Haft. Wenn er erst einmal auspackt, ist der Dominoeffekt hoffentlich nicht mehr aufzuhalten. Die Frage ist nicht, ob weitere Verhaftungen folgen. Sondern: Wer ist der Nächste?

Die USA promoten ein “Freedom”-Portal zur Rettung angeblich unterdrückter Meinungsfreiheit in den EU. Eine reine PR Nummer, einzig und allein um den Eindruck zu erzeugen, in Europa würde den Menschen wichtiger Content im Internet vorenthalten. Neurechte Narrative halt. Die USA liegen auf dem Pressefreiheitsindex auf Platz 57: Hinter Gabun, Sierra Leone oder Liberia. Auf den ersten 18 Plätzen ausnahmslos EU Staaten.

Man kommt aus dem „bitte nicht” kaum noch raus. Friedrich Merz strebt eine zweite Amtszeit nach der für 2029 geplanten Bundestagswahl an. „Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen”, sagte der 70-Jährige beim Politischen Aschermittwoch in Trier und verwies darauf, dass sein Vater im Januar 102 geworden sei. Die Vorstellung, dass er mehrere Amtszeiten absolviert, vielleicht sogar an der Seite von Rechtsextremen, ist gruselig.

Hate to say I told you so: Friedrich Merz und seine Union haben keinen Plan, wie man besser regieren könnte, als die Ampel es tat – und hatten auch nie wirklich einen. Sie haben die Ampel-Koalition mutwillig zerstört mit Negativkampagnen, falschen Versprechungen und destruktiver Opposition, nur um an die Macht zu kommen, und machen jetzt nahezu alles deutlich schlechter trotz besserer Gesamtsituation.

Freitagstipps Februa

Good News!

Heute endlich gute Nachrichten für alle Kaffee-Liebhaber*innen unter euch: Kaffee kann helfen, Demenz vorzubeugen. Juhu! Während ich diese Zeilen schreibe, genieße ich meine dritte Tasse Kaffee umso mehr. Für koffeinhaltigen Tee gilt übrigens dasselbe. Hoch die Tassen! Eine große Langzeitstudie mit mehr als 130.000 Teilnehmenden zeigt: Wer regelmäßig Kaffee oder Tee mit Koffein trinkt, hat ein deutlich geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Entscheidend ist offenbar das Koffein, entkoffeinierter Kaffee zeigt keinen Effekt.

Millionen unverkaufter Kleidungsstücke landen jedes Jahr in der EU im Müll. Damit soll Schluss sein: Große Modefirmen dürfen ihre Ware künftig nicht mehr vernichten. Die EU will so Umwelt und Klima schützen und nachhaltigere Geschäftsmodelle fördern.

Lange hieß es bei Krebs: Schonung statt Bewegung. Heute zeigt die Forschung, dass gezielter Sport Krebspatient*innen helfen kann. Muskeln spielen dabei eine zentrale Rolle für Immunsystem und Prävention. Sport gegen Krebs.

 

Freitagstipps

 

1.  Momentan verhindert  _________ .

2.  __________ gegen kalte Füße.

3.  Am liebsten wäre ich  _____________.

4.  ________ , muss das denn sein?

5.  Wenn ich morgen Geburtstag hätte,   _________.

6.  _________ , für diese Kleinigkeit bin ich dankbar.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Abgesehen vom Olympiaprogramm habe ich komplett verzückt Love Story geschaut. Jedenfalls die ersten drei Folgen der sehr gehypten neunteiligen Miniserie, die bereits verfügbar sind. Die Serie erzählt die wahre Liebesgeschichte von JFK Jr. und Carolyn Bessette, von ihrer stürmischen Romanze in den 90ern bis zum tödlichen Flugzeugabsturz 1999.

Die Beziehung von John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette war der Stoff, aus dem Klatschpresse-Träume sind: Kennedy wuchs als Sohn von US-Präsident John F. Kennedy in der Öffentlichkeit heran. Als sein ermordeter Vater an seinem dritten Geburtstag beerdigt wurde, ging das Bild des salutierenden Dreijährigen um die Welt und in die Geschichte ein. Die Kennedys waren und sind in den USA eine sagenumwobene Familie – fast Adel, wenn es denn die Monarchie in den Vereinigten Staaten gäbe. Dementsprechend wuchs John F. Kennedy Jr. vor den Augen der Öffentlichkeit zum extrem gutaussehenden und beliebten Junggesellen und Medienstar heran.

Seit ihrem tragischen Tod ranken Legenden und Gerüchte um John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette-Kennedy.

Die Serie hat Style, Fashion, Celebrities, jede Menge 9Oes Vibes. Und eine große Liebesgeschichte gepaart mit einer Art Kennedy-Familienportrait. Alleine wegen der NYC Vibes der 90er haben mich bereits die ersten Minuten gecatcht.

Und die finde ich sehr gelungene Besetzung! Paul Anthony Kelly spielt John F. Kennedy Jr. und ist fast so schön wie das Original, Sarah Pidgeon ist Carolyn Bessette fast wie aus dem Gesicht geschnitten. In Nebenrollen sind Grace Gummer (Tochter von Meryl Streep) als Caroline Kennedy und Naomi Watts als legendäre Jackie Kennedy Onassis zu sehen. Die nächste Folge wird heute Abend ausgestrahlt, ich freue mich drauf. Läuft auf Disney+.

Angefangen habe ich das historische Drama “Die Bleikinder” auf Netflix. Die polnische Serie basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte von einer Frau, die sich von einem zutiefst autoritären System nicht unterkriegen ließ. Eine junge Kinderärztin stellte in den 70er-Jahren fest, dass viele Kinder, die in der Nähe des Industriequartiers in Katowice leben, an Bleivergiftung erkrankten. Ihre Promotion zum Thema wurde verhindert, die Studien verschwanden in den Schubladen der Behörden. Das kommunistische System wollte sich schliesslich als Industriegrösse in Europa behaupten – ein Skandal kam da alles andere als gelegen.

Also hinderten sie die Ärztin so lange an ihrer Arbeit, bis ihre Dissertation vollständig verschwand. Sie opferte ihre Karriere, um das Leiden dieser jungen Opfer aufzudecken. Die heldenhafte Ärztin Jolanta Wadowska-Król gab es wirklich. Fsaszinierende Geschichte. Und die Serie sieht auch von der Optik so aus, als wäre man im Polen der 70er Jahre. Frau zu sein war damals auch kein Zuckerschlecken, wirklich nicht.

Freitagstipps zum Lesen

Trump und seine MAGA Bewegung zeigen klare Merkmale einer Sekte. Sehr gute Analyse!

Das ungewöhnlichste Hotel der Welt befindet sich in Nordwales 419 Meter unter der Erde. Die Ausstattung ist funktional, die Atmosphäre einzigartig. Für alle, die keine Lust mehr auf All-inklusive-Hotels und überfüllte Strände haben, aber vielleicht genau das Richtige!

Sachen gibts. Kennt ihr schon den Whimsy Trend? Ist ein neues Statussymbol und soll helfen bei Online-Fatigue.

Freitagstipps zum Hören

Das System Epstein, die Epstein-Klasse, oder: Warum sagte niemand etwas? Weil das System funktionierte. Weil Zugehörigkeit Status versprach. Weil Geheimnisse zusammenschweißen. Weil Euphemismen moralische Distanz erzeugen. Weil Macht beeindruckt. Und vor allem: weil viele etwas zu verlieren hatten – Geld, Zugang, Prestige. Das Schweigen war kein Versehen. Das war Thema beim aktuellen bei OK, America? Podcast. Den habe ich gestern gehört. Wie immer eine super interessante Einordnung. Und wer da alles (außer Trump und Andrew)  in den Akten aufgezählt wird! Michael Jackson, Bill Gates, Clinton sowieso, Karie Couric (ehemalige CNN Star Moderatorin), Woody Allen, der saudiarabische Kronprinz, Harvey Weinstein (auch so ein alter Grapscher), Richard Branson (Virgin Altlantic Airlines), Alec Baldwin usw usw. Alle im Dunstkreis Epsteins.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Allgemein Basteln Gel Press Druck Grundlagen des Scrapbooking Mixed Media Projects Tools und Werkzeuge Unterhaltsames

Trends und Neues von der Creativeworld 2026

18. Februar 2026

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht meine Stories vom ersten Sonntag des Monats gesehen. Ich war einen Tag lang auf der Creativeworld 2026, der international wichtigsten Branchenplattform für den Hobby-, Bastel- und Künstlerbedarf. Die Messe für Einkäufer und Händler habe ich bereits zum vierzzehnten Mal besucht (zwei Jahre war Pandemiepause) und mein Eindruck war ähnlich wie der vom vergangenen Jahr.

Ich habe für euch meine Eindrücke vorwiegend aus dem Bereich Scrapbooking und Papierbasteln festgehalten, entsprechend meinen größten Interessen für Neuheiten in diesem Sektor.

Die Welt verändert sich, und mit ihr Handelsabkommen und -bedingungen. Das Order Business ist inzwischen bei vielen Firmen auf Online Bestellungen umgestellt worden. Effizienter und kostensparend. Aber es fehlt dabei doch der direkte Kontakt zum Kunden. Und die Demonstration und Vorführung von neuen Produkten. Diese Demos waren für mich meist der Hauptgrund, zur Creativeworld zu fahren. Nun ja, Zeiten ändern sich. Schade, aber die Fahrt nach Frankfurt und der Tag auf der Creativeworld 2026 haben sich trotzdem gelohnt.

Creativeworld 2026

Wie eigentlich immer entschuldige ich mich vorab für die nicht optimale Qualität meiner Fotos im Beitrag. Es ist fast unmöglich, bei der unnatürlichen Beleuchtung, die irgendwie im Objektiv auch noch flackert und sich in der Verpackungen spiegelt, gute Bilder zu machen. Früher haben wir ja auch unsere großen Kameras auf die Creativeworld und zu sämtlichen Events mitgeschleppt, die Zeiten sind vorbei und so muss das auch nicht mehr ganz frische Smartphone reichen.

Mein erster Stop war am Messestand eines französischen Großhändlers. Französische Brands wie Hapi Little Fox, DIY & Cie und All & Create (ein britischer Hersteller) bieten zum Glück eine sehr schöne Auswahl an Produkten im klassischen Scrapbooking Segment an.

Creativeworld 2026 Hapi little fox

Creativeworld 2026 Hapi little fox

Die kleinen Buchstabensticker hätte ich am liebsten direkt mitgenommen. Überhaupt, Buchstabensticker! Das Thema wird immer schwieriger, es gibt kaum noch schöne klassische Buchstabensticker bei den Herstellern für Scrapbooking Zubehör. Sie gehören für mich aber einfach dazu. Ich liebe aussagekräftige Titel auf meinen Scrapboking Layouts und Mini Books. Texte gehören für mich einfach zum Memory Keeping (gibt es eigentlich ein vernünftiges deutsches Wort dafür?) und ich verwende ungerne die vorgedruckten zudem fast nur in Englisch verfügbaren Wort-Elemente, die ich inzwischen in Papierkollektionen häufiger sehe als Buchstaben Sticker.

So wie hier zum Beispiel bei einer neuen Kollektion von 49 & Market. Gut, Winter geht ja noch, aber der Rest vom Embellishment Pack? Wandert dann wieder ungenutzt in die Kiste. Bei mir jedenfalls. Aber die Hersteller orientieren sich am Markt, und Frau Haane hat da leider nicht viel zu melden.

Creativeworld 2026 49 & Market Scrapbooking

Zurück zu den Franzosen. Sehr gut gefallen mir die neuen Texture Plates und Schablonen, die sich hervorragend für Gelpress Druck eignen werden. Die werde ich auf jeden Fall bestellen.

Creativeworld 2026 DIY et Cie

Creativeworld 2026 DIY et Cie

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Allgemein Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 861

13. Februar 2026

Seid ihr auch im Olympiafieber? Ich finde diese Zeit alle paar Jahre großartig. Es gibt immer was zu gucken. Sportliche Menschen, schöne Geschichten, viele Glücksmomente, ein wenig Nationalstolz.

Ich habe die ganze Woche schon die Winterspiele nebenher laufen. Gestern war Skeleton der Männer. Die fahren da mit 120 km/h Kopf voraus die Bahn runter. Absolut crazy. Bei Aerials, also Freestyle Ski, verstehe ich kein Wort der Kommentatoren, fiftynine flip eight forty . Großartig. Und Eistanzen, ein Traum. Die Regeln vom Curling habe ich immer noch nicht verstanden und frage mich, ob diese Wischer zuhause auch so putzen. Die Freude der Sieger zu sehen ist berührend.

Traurig hat mich allerdings gestern der kurzfristige Ausschluss des ukrainischen Rodlers Vladyslav Heraskewytsch gemacht. Auf seinem Helm trägt er Bilder von rund ukrainischen 20 Athlet*innen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Politische Botschaften aber sind den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Olympischer Spiele während eines laufenden Wettbewerbs verboten, sagte das IOC. Gedenken an verstorbene Sportler sind eine politische Botschaft? Ich sehe das anders. Ohne den Helm hätte er starten dürfen. Er blieb dabei und sagte, Haltung ist wichtiger als Medaillen. Respekt. Und zumindest in der Ukraine und in den Medien wird er dafür gefeiert.

Ansonsten arbeite ich an einem Blogbeitrag meines Besuchs der Creativeworld am vergangenen Sonntag. Von der Reizüberflutung und den vielen Schritten musste ich mich Montags erholen. Da ich gefühlt tausend Bilder und Videos gemacht habe, dauert das Sortieren etwas. Zwischendrin habe ich noch unseren neuen Tauschzirkel für Artist Trading Cards organisiert und darüber einen Blogbeitrag geschrieben.

Im Büro fand gestern unser traditionelles Altweiber Frühstück statt. 11.11 Uhr. Karneval ist, wenn Deutschland kollektiv beschließt: Wir machen jetzt 5 Tage lang Dinge, für die wir den Rest des Jahres Leute verurteilen. Alkohol ab 9 Uhr? Tradition. Fremde Menschen küssen? Brauchtum.Verkleidet auf der Arbeit erscheinen? Kultur. Montag nicht kommen? Altweiber-Nachwirkung.

Helau und Alaaf. Ich war zwei Stunden als Banane verkleidet und das war es für mich .

Dann habe ich mit meinem Sohn gefacetimed (ist das ein Wort?). Er ist eine Woche in einer Hütte in der finnischen Wildnis im Urlaub und die Bilder, die er mir schickt, sind einfach traumhaft.

Freitagstipps Finnland

Erkenntnis der Woche:

Mir fällt schon lange auf, dass immer mehr Menschen, wie ich auch,  für den Einkaufswagen einen Chip haben, den man wieder heraus ziehen kann, aber so ziemlich jeder bringt den Wagen schön brav wieder zurück wo er eigentlich hin gehört. Wir sind lernfähig! Längerfristig jedenfalls.

Und noch etwas Erwähnenswertes habe ich gesehen.

Mit Briefmarken könnt ihr Gutes tun, vielleicht wisst ihr das. Mit dem Kauf von Wohlfahrtsmarken für die Briefpost werden soziale Projekte und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege unterstützt. Eine Marke aus der diesjährigen Serie ehrt  herausragende Persönlichkeiten von Paritätischen Mitgliedsorganisation. Da ich beim Paritätischen Wohlfahrtsverband arbeite, fiel mir das ins Auge. Eduard Zimmermann (1929 – 2009). Die älteren von euch kennen ihn sicher noch als Ede Zimmermann aus Aktenzeichen XY? Ich habe die als Kind bereits in Schwarz-Weiss gesehen. Was ich allerdings bisher nicht wusste: Der Journalist und Fernsehmoderator war im Jahr 1976 Initiator und Mitbegründer des WEISSEN RING e. V., ein gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. Der WEISSE RING ist Mitgliedsorganisation des Paritätischen Gesamtverband. Heute ist der Verein Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität. Ich kannte den Mann wirklich nur aus dem Fernsehen und wusste nichts über seine ehrenamtliche Tätigkeit.

Themenwechsel, weil das wirklich lecker ist: Caprese aus dem Ofen. Bei diesem Wetter mache ich mir das gerne, auch, weil es schnell geht. Einfach klassisch Tomaten, Mozarella, Basilikum, Olivenöl und etwas Balsamico in die Auflaufform und bei 180 Grad im Ofen überbacken, bis der Käse geschmolzen ist. Ich gucke nie auf die Uhr, sondern in den Ofen.

Freitagstipps Caprese

Und sonst so?

Das Dschungelcamp ist zu Ende und ich habe keine einzige Minute davon gesehen. Ich bin so stolz auf mich!

Die skandalöse Sache mit dem neuen Dschungelkönig habe ich natürlich trotzdem mitbekommen. Der hat im übrigen seine 20.000€ Strafe an den Hotelmitarbeiter, den er verleumdet hatte und zu der er verurteilt wurde, immer noch nicht gezahlt. Kann er ja jetzt vom Gewinn machen. Na ja, wenn man der Halbbruder des Chefs der Produktionsfirma ist und sich als Opfer inszeniert muss man ja gewinnen. Aber das wirklich traurige: Dieses Format existiert, weil Millionen Zuschauer es einschalten, darüber diskutieren und damit Werbeeinnahmen generieren. Skandale, Eskalationen und kontroverse Kandidaten sind kein „Ausrutscher”, sie sind das Geschäftsmodell, das vom Publikum direkt finanziert wird.

Mein Frust auf unsere Politiker klingt so langsam ab. Ich denk mir mittlerweile halt einfach, warum aufregen? Am Ende irgendwo menschlich was die machen. Können Eigeninteressen konsequenzlos durchbringen. Mein Frust richtet sich mittlerweile auf unsere Medienhäuser. Denn: Habt ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Wofür gibt’s euch eigentlich, was war denn mal die Idee hinter unabhängiger Berichterstattung? Der aktuelle sogenannte “Journalismus” für mich die größte Enttäuschung.

Ich hätte nie gedacht, dass sich der Unterwerfungs-Neusprech so schnell und so umfassend durchsetzen würde. Aber es scheint in hunderten von deutschen Redaktionen tatsächlich niemand zu geben, der weiter nach den journalistischen Sprachstandards des “Mehr Demokratie wagen” Zeitalters berichtet und kommentiert. Sehr traurig.

Und diese ganze Pam Bondi Sache vorgestern hat mich beschäftigt und leider auch immer hoffnungsloser gemacht. Diese widerliche Lügerei, diese Arroganz, diese Selbstgefälligkeit in dem Wissen, dass sie alle in der Regierung unantastbar sind. Die Respektlosigkeit Epsteins Opfern gegenüber, und ihr Geschrei, dass Trump der beste Präsident aller Zeiten sei. Zu 100% die Personifizierung der Korruption. Diese Regierung wird jeden Tag schlimmer, auch wenn man denkt, das geht nicht.

Diese Epstein Geschichte zieht immer weitere Kreise – der britische Premierminister Keir Starmer hat am Montag seinen möglichen Sturz als PM deswegen erstmal überstanden. Wie lange das allerdings halt, ist die große Frage. Wünschen würde ich es dem Land nicht, dass er gehen muss. Denn es ist derzeit einfach noch niemand in Sicht, der das Amt in dieser schwierigen Haushaltslage wirklich besser ausfüllen könnte.

Ach, und noch was, ich will, dass Angela Merkel Bundespräsidentin wird, allein damit Merz vor Wut explodiert.

Ich bin es so leid “what in the actual fuck!?” 100+ Mal am Tag zu sagen.

Good News!

Was für ein starkes Signal aus Portugal: Der Sozialist António José Seguro gewinnt die Präsidentschaft mit fast 67 % – haushoch vor seinem rechtsextremen Herausforderer. Die Menschen haben sich klar entschieden: für Demokratie, für Zusammenhalt, gegen Hass. Das zeigt: Rechtsextreme sind nicht unaufhaltsam. Man kann sie schlagen. Mit Haltung. Mit Mut. Mit Politik für die Menschen.

 

Freitagstipps

 

1.  Genau heute ___________ .

2.   ______________ packt mich das Grausen.

3.  Ich habe es tatsächlich geschafft,  __________  .

4.  ____________  und ich freu mich drauf !

5.  Karneval  ______________ .

6.   _______________ , wenn man das politische Geschehen in unserem Lande betrachtet.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Wie bereits erwähnt hat sich mein Fernsehkonsum vorwiegend bei ARD und ZDF im Olympiastudio abgespielt. Sender, die ich ansonsten selten nutze. Und bei HBO Max gab es parallel auch live Streams.

Dann habe ich (nachts läuft ja kein Olympia) noch eine Serie gesehen. Die habe ich hauptsächlich wegen des Hauptdarstellers angefangen. Sam Heughan, bekannt aus Outlander. Der Trailer sah gut aus, auch das Thema hörte sich gut an. The Couple next door – Paare mit Geheimnissen. Das Paar Evie und Pete ist in eine gehobenere Nachbarschaft gezogen, wo sich hinter vorgezogenen Gardinen neugierige Blicke verbergen. Das Paar freundet sich mit ihren Nachbarn an, dem Verkehrspolizisten Danny (Sam Heughan) und der glamourösen Yoga-Lehrerin Becka. Es entwickelt sich zwar irgendwie eine halbwegs spannende Geschichte, aber ich bin nur drangeblieben, weil ich dachte es wird besser. Wurde es leider nicht, im Gegenteil.  Schade um die guten Schauspieler, die hier echt verheizt wurden. Und dass die Serie, die in Sussex in England spielen soll, in einem vollig unpassenden Hollywood Vorstadt Set Up gedreht wurde, sieht ein Blinder mit Krückstock.

Angefangen habe ich gestern Unfamiliar ,eine deutsche Spionage-Thriller-Fernsehserie, deren erste Staffel am 5. Februar 2026 bei Netflix veröffentlicht wurde. Die Kritiken sind super. Thema: Das ehemalige Agentenpaar Meret und Simon Schäfer betreibt nach dem Ausscheiden aus dem Bundesnachrichtendienst in Berlin ein geheimes „Safe House“, um Schutzsuchende zu verbergen. Als eine Bedrohung aus ihrer Vergangenheit wieder auftaucht, sehen sie sich mit Auftragskillern, russischen Agenten, dem BND und früheren Verbindungen konfrontiert. In diesem Geflecht aus Verfolgung und Verrat müssen sie nicht nur um ihr Überleben kämpfen, sondern auch die Wahrheit über ihre Beziehung und ihre Familie geheim halten, während ihre Ehe unter dem Druck der Ereignisse zunehmend belastet wird.

Weswegen ich es auch schaue: Es wurde in Berlin gedreht. Berlin, dessen wiedererkennbare coole Ort wieder mal verlässlich abgeklopft werden – kein Hauptstadtfilm ohne Oberbaumbrücke, sagt das Gesetz -, verteidigt seinen Ruf als perfektes Biotop für Agentenfiktion an der Schnittstelle zwischen Ost und West. Die erste Folge war schon gut, definitiv kein second screen Stoff mit Rätseln und Überraschungen.

Freitagstipps zum Lesen

Steffi Graf, die deutsche Tennis Ikone, macht jetzt Werbung für Lidl Sportklamotten. Finde nur ich das seltsam? Braucht sie Geld?

Die Avocado kommt aus der Mode. Erbsen sind das neue Superfood. Interessant!

Und ein wenig Klatsch. Eine geheimnisvolle Zahnärztin aus Belarus war die letzte “Freundin” von Epstein und sollte sein Millionenvermögen erben. Was da immer noch Neues ans Tageslicht kommt ist verblüffend.

Freitagstipps zum Hören

Ich habe einen neuen Podcast entdeckt. “Absolutely not”. Humorvoll mit aktuellen Themen. Comedian Heather McMahan,  hatte in einer Folge letzte Woche Caitlin Collins zu Gast. Genau, die CNN Ikone, die gerne unbequeme Fragen stellt und von Trump ständig beleidigt wird. Sie gibt Einblicke, wie es in der Air Force One wirklich zugeht und weitere pikante Details aus dem Weißen Haus.

Und ich habe ein neues Hörbuch angefangen. Da es jetzt länger hell ist, laufe ich wieder mehr und ein gutes Hörbuch ist für mich immer ein guter Ansporn. “Wie Risse in der Erde” ist ein Roman von Clare Leslie Hall. Kurz zur Handlung:
Beth und Gabriel verlieben sich als Teenager im Sommer 1955, doch ihre Liebe zerbricht. 1968 kehrt Gabriel in das Dorf zurück und erneut flammen die alten Gefühle auf, und das, obwohl Beth glücklich mit dem Farmer Frank verheiratet ist. Das Ehepaar musste in den letzten Jahren viel ertragen und trotzdem hielten sie zusammen. Als die Affäre ans Licht kommt, nehmen die Dinge einen verhängnisvollen Lauf. Ich war bereits nach der ersten halben Stunde gefesselt, und es ist toll gelesen.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, ob mit Karneval oder ohne! Und ist es nicht schön, im warmen Bett zu liegen und den Regen auf die Dachfenster pladdern zu hören (zumindest kurz vorm Einschlafen, aufs Aufstehen trifft das nicht zu).

Barbara

Artist Trading Cards Mixed Media Projects Stempel

Artist Trading Cards Tauschzirkel 2026, und ein kleiner Rückblick

11. Februar 2026

Unser Tauschzirkel für Artist Trading Cards – kurz ATCs genannt – geht in’s dritte Jahr. Mich freut das sehr, es sind im Lauf der Zeit nette Verbindungen entstanden und insgesamt haben wir bisher in zwei Gruppen 160 super schöne und kreativ gestaltete Artist Trading Cards getauscht.

Als ich jetzt die neuen Themen vorbereitet habe fiel mir auf, dass ich euch die Artist Trading Cards aus dem vierten Quartal 2025 hier noch nicht gezeigt habe. Das hole ich jetzt gerne nach, bevor es dann bald in die neuen Runden geht.

Zur Erinnerung: wir haben für jedes Quartal im laufenden Jahr ein Thema, das natürlich nur eine ungefähre Orientierung sein soll. Es ist immer wieder erstaunlich, wir unterschiedlich und kreativ das gleiche Thema umgesetzt wird.

Im ersten Quartal 2025 hatten wir das Thema “Zeit” Da ich immer die Verteilung des ersten Quartals für beide Gruppen übernehme, konnte ich die Artist Trading Cards aller 20 Teilnehmerinnen sehen und fotografieren.

Die Verteilung der anderen drei Quartale im Jahr übernehmen dann Teilnehmerinnen der jeweiligen Gruppe, so sehe ich nur die ATCs der Gruppe, in der ich selbst tausche. Aber einige zeigen ihre ATCs auch auf Social Media, das freut mich immer.

Im zweiten Quartal waren “Farben” das Thema für die Artist Trading Cards. Sehr kreativ und unterschiedlich!

Im dritten Quartal ging es um “Zitate”. Ich persönlich nutze Zitate super gerne, auch in meinen Art Journals. Kennt ihr eigentlich meine Zitate Seite? Ich hatte sie vor einigen Jahren mal angelegt und Zitate zu vielen Themen gesammelt. Es wird glaube ich Zeit, dass ich die Seite mal ergänze und überarbeite.

So, jetzt aber zum eigentlichen Thema. Im vierten Quartal 2025 waren Kreise das Thema für unsere ATCs. Da ich meine eigenen Tauschkarten zwischen Workshop, Adventswerkstatt und ATC-Adventskalender quetschen musste, habe ich leider nicht viele Fotos dazu gemacht.

Aber einen Eindruck bekommt ihr wenigstens. Zusätzlich zu den Kreisen habe ich natürlich auch ein Zitat eingebaut. Meine ATCs haben immer auch eine Aussage, Worte, Text, auch wenn es nur ein Mini Wortsticker ist.

Artist Trading Cards Tausch Kreise

Basis meiner Karten war wieder ein Mixed Media Hintergrund. Ich habe einen großen Stapel von diesen selbstgestalteten Papieren, die zum Teil in Workshops entstanden sind, oder durch kreatives Ausprobieren.

Die Wählscheibe ist ein Stempel aus der kleinen Manufaktur Raw Market Shop in Singapur. Ich mag die Sachen alle total gerne und würde den ganzen Shop da leerkaufen, wenn die Frachtkosten nicht so hoch wären.

Auf meinen Artist Trading Cards sind sogar vier verschiedene Kreise, ich habe das Thema ausgereizt. Das Zitat und die in gleicher Farbe mit Embossing Glaze gestalteten Kreise sind mit einem Stempelset von PaperArtsy entstanden.

Und eine Briefmarke musste sein, ich liebe diese kleinen Akzente.

Artist Trading Cards Tausch Kreise

Die Artist Trading Cards der anderen Teilnehmerinnen meiner Gruppe seht ihr hier, bevor ich sie in mein Album gepackt habe.

Artist Trading Cards Tausch Kreise

Ich verwende für die Rückseite meiner ATCs immer noch den inzwischen uralten Stempel, den ich mal habe anfertigen lassen. Auf Holz damals. Inzwischen habe ich das Stempelgummi abgefummelt und stempele wie fast alles mit meiner Stempelplatform. Der “alte” Stempel ist designtechnisch jetzt nicht mehr der Knaller und trägt noch meine alte Blog URL, die ich vor dem Umzug zu WordPress hatte. Stört mich das? Ja. Aber nicht so sehr, dass ich den Stempel nicht mehr benutze. Schon öfter habe ich über ein neues Exemplar nachgedacht, und gedacht: nö, das geht noch. Die Leute finden meinen Blog auch so.

Artist Trading Cards Tausch Kreise

Die Rückseite der Artist Trading Cards ist wegen der Namen und des Themas auf Dauer interessant, das finde ich am wichtigsten.

So, das war es schon für heute. Das Thema des ersten Quartals 2026 in unserem Tauschzirkel ist übrigens Zahlen. Starten wir mal sanft und einfach in’s neue Jahr.

Ich schreibe gerade auch parallel an einem Beitrag über meinen Besuch der Creativeworld 2026 am vergangenen Sonntag. Aber da ich dort gefühlt 598 Fotos und Videos gemacht habe, dauert das Sortieren noch etwas. Stay tuned!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 860

6. Februar 2026

Die Tage werden länger, ich glaube, das brauchen wir jetzt alle, oder?

Ich schwanke täglich zwischen dem Bedürfnis, einfach ein paar Wochen Winterschlaf zu machen und dem, nicht wegzusehen und nicht die Augen zu verschließen, vor dem, was unser Weltbild gerade so umkrempelt. Mein Pensum an Social Media und Doomscrolling fiel leider auch etwas üppiger aus und ich war ein willenloses Opfer der Algorithmen.

Mentale Gesundheit ist zweifelsohne wichtig, aber wegsehen ist keine Option mehr. Fuck it. Ja, genau, ich habe neulich gelesen, dass wir alle ab und zu etwas mehr fluchen sollten. Denn Studien zeigen: Ob beim Sport, im Job oder im Alltag – wer vor oder während einer anstrengenden Aktivität flucht, bekommt einen Leistungsschub.

Fluchen, also schimpfen, aktiviert das Nervensystem und steigert die Herzfrequenz. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff in die Muskeln, die dadurch leistungsfähiger werden. Außerdem versetzt es den Körper in einen Stresszustand, Adrenalin und Endorphine werden ausgeschüttet. Die Folge: wir spüren weniger Schmerzen.

Wieso fluchen wir, wenn wir gestresst sind? Unter Stress fluchen wir mehr, da in diesem Moment der Teil des Gehirns, der für angemessenes Verhalten zuständig ist, weniger aktiv ist – der präfrontale Kortex.

Schimpfen dient auch als Druckventil, um Stress abzubauen – was allerdings keine Entschuldigung sein soll, öfter in der Öffentlichkeit zu fluchen. Wir fluchen schon seit Ewigkeiten. Das älteste bekannte Schimpfwort ist 3.000 Jahre alt: „Du Hund” taucht in der ersten hinduistischen Schrift auf.

Quelle: ZEIT. Spektrum Kompakt. Appearing credible? Swearing helps!” in Psychology, Crime & Law

Mittlerweile verlieren viele Beleidigungen und Schimpfwörter ihre ursprüngliche Bedeutung und werden enttabuisiert. Es ist teilweise sogar so: Wer einer Aussage mit einem Schimpfwort mehr Druck verleiht, wird häufig als glaubwürdiger wahrgenommen und stärkt ein Gefühl von Solidarität.

Also: lasst es raus.

Ich jedenfalls habe kräftig geflucht, als ich diese Woche einen nagelneuen Drucker für meine Bürosachen und Workshops wieder in die Verpackung quetschen und zum Paketshop schleppen musste. Dabei fing es so gut an: ich habe es alleine im ersten Anlauf geschafft, das Ding anzuschließen und ins WLan einzubinden. Drucken allerdings tat er nicht.

Nach Stunden mit irgendeinem Chatbot auf der Hilfeseite des Herstellers und drei umständlichen Telefonaten mit der Hotline stellte sich raus, dass die Einrichtungspatrone defekt war. Und man mir letztendlich sagte, ich müsse den Drucker gegen Erstattung des Kaufpreises zurückschicken. Mir einfach eine Ersatzpatrone zu schicken war nicht vorgesehen. Ihr kennt doch sicher diese Verpackungen mit Styropor und Folien im Karton, es war eine verfluchte Sch***,  das Ding mit Zubehör wieder da rein zu bekommen. Und natürlich funktionierte der Drucker an der Packstation nicht und vor dem Paketshop war kein Parkplatz frei.

First world Problems, braucht kein Mensch.

Freitagstipps Sonnenuntergang

Aber meine Woche hatte auch viele schöne kleine Momente. Flohmarkt am Sonntag mit einigen schönen Schnäppchen. Viel Kreativzeit im neuen Art Journal. Wunderschöne Sonnenuntergänge beim Laufen. Nette Bürotage mit besten Kolleginnen. Geburtstags-Facetime mit meinen Söhnen, die zusammen in Berlin ihren Geburtstag gefeiert haben. Und gestern endlich auch mal wieder ein Treffen mit meinen Kölner Blogger Freundinnen. Leider in kleinerer Runde als geplant, die Grippewelle. Aber schön war es, in Erinnerungen zu schwelgen, über neue Social Media Trends zu fachsimpeln und einfach auch über gefühlt tausend andere Dinge zu quatschen.

Und auf das Wochenende freue ich mich! Morgen startet endlich Heated Rivalry, yay. Und die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Ohne Zeitverschiebung Olympia gucken, herrlich. Ich wette, dass die Eishockey Spiele in diesem Jahr Zuschauer Rekorde haben werden, aus Gründen.

Am Sonntag fahre ich wie in jedem Jahr zur Creativeworld, der weltweit größten Fachmesse in Frankfurt. Da ich schon mehr fach gefragt wurde: ich nehme euch natürlich auf Instagram mit.

Und sonst so?

Man hat den Eindruck, sie erschießen in den USA Leute, um von den Epstein Files abzulenken, veröffentlichen dann doch lieber die Epstein Files, um von den Morden abzulenken, verhaften darauf einen Reporter, um wieder von den Epstein Files abzulenken, und wenn das nicht klappt, scheißt sich halt der Präsident (angeblich) vor laufenden Kameras in die Hose.

Es ist ein Kreislauf der Ablenkung – aber wenn der Kreis sich schließt und überall nur noch Dinge sind, die keiner sehen soll, dann wird es vielleicht wirklich schlimm.

Das amerikanische Justizministerium hält angeblich den Rest der Akten zurück, um die Opfer Epsteins zu schützen. Das ist mal wieder gelogen. Mittlerweile sind die Namen fast aller Opfer öffentlich bekannt, weil das DOJ sie einfach mal veröffentlicht hat. Was sie aber sehr konsequent zensieren sind die Namen der Täter. Vor allem natürlich Donald Trump, über den etliche Dokumente wieder gelöscht worden sind. Der US Regierung sind offiziell Täter wichtiger, als Opfer.

Wie kann es sein, dass die Epstein Files nicht das eine Thema sind, das den ganzen Tag in den Nachrichten ist?

Der Inhalt dieser Dokumente ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Und trotzdem tun wir so, als wäre das ein Nebenthema. Es wird Zeit Sondersendungen, Talkshows und Brennpunkte zu dem Thema zu machen

Ich entscheide mich, nicht wegzusehen. Weil Schweigen Frauen noch nie geschützt hat. Die Epstein-Files haben nichts „aufgedeckt”, was neu wäre. Sie zeigen nur, wie tief Wegsehen, Decken und Relativieren in Machtstrukturen verankert sind.

Das ist absolut nichts mehr wo wir schweigen oder in die Akzeptanz gehen dürfen. Wenn wir das tun und dieser Wahnsinn versickert… ist uns allen echt nicht mehr zu helfen. Bill Gates! Bill Gates? Echt jetzt? Als ich die erste Epstein Doku geschaut habe (vor Jahren), war mir nicht mal annähernd dieses widerwärtige Ausmaß bewusst. Männer, die solche Dinge tun, regieren Länder!!!! Sitzen in Machtpositionen an denen kaum jemand rütteln kann. Wir dürfen nicht schweigen dazu.

Und wie viele Menschen dabei ihre moralische Verantwortung abgegeben haben. Was geht vor in den Hunderten von FBI Mitarbeitern, die diese Akten gesichtet und die Namen der Täter geschwärzt haben, die der Opfer jedoch nicht? Können die sich noch im Spiegel anschauen? Warum gibt es keine Whistleblower, die wirklich auspacken? FBI-Whistleblower bestätigten zwar, dass im vergangenen März 1000 von ihnen für eine Woche in einem Gebäude eingesperrt waren, um an der Schwärzung von Trumps Namen aus den Epstein-Akten zu arbeiten. 1 Million Stunden in Überstunden 24-48-Stunden-Schichten. Sie hatten Excel-Tabellen, die protokollierten, wie oft sein Name auftauchte. PowerPoint-Präsentationen Schulungsvideos zum Finden und Redigieren von Trumps Namen und zur Redaktion.

Und erinnern wir uns, es brauchte nur EINE Frau, die damals behauptete, sie hätte Clinton einmal unter dem Schreibtisch …. ihr wisst schon.  Und wie viele Frauen Trump der “sexuellen Beziehungen” beschuldigt haben und nichts wird unternommen? WTF? Wobei er ja bereits in zweiter Instanz verurteilt wurde,  83 Millionen US-Dollar Schadenersatz zahlen, weil er die frühere Kolumnistin Carroll jahrelang verleumdete. Zuvor war er bereits des sexuellen Missbrauchs an ihr schuldig gesprochen worden. Gezahlt hat er davon bisher angeblich keinen Cent.

Und wenn ich raten müsste: Auch das jetzt wird an diesem Ekelpaket und seinen räudigen Mittätern abprallen. Irgendwie werden sich die Täter da wieder rauslügen und rauswinden. Eher zündet der Irre die Welt an, bevor er dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Zitat Micky Beisenherz: Die Epstein-Files haben das Potenzial, die USA untergehen zu lassen wie Pompeji. Stattdessen dienen sie als Beleg für eine fortschreitende (mediale) Verkommenheitstoleranz. Bitter.

Anderes Thema:  ausgerechnet die Washington Post, für die Bob Woodward zusammen mit Carl Bernstein damals als Reporter die Hintergründe der Watergate-Affäre aufgedeckt haben, ist von Milliardär Bezos aufgekauft worden. Er hat auf einen Schlag 300 Journalisten entlassen und bringt das Blatt jetzt auf rechten Kurs. Aber diese Art von Zeitungen brauchen ja eigentlich auch keine Menschen oder Reporter mehr, da sie ihre Informationen direkt vom Weißen Haus und der Regierung erhalten. So viel effizienter, haha.

Gestern hat Mango Mussolini noch bekannt gegeben, dass er das dringend benötigte Budget von einigen Milliarden Dollar für Infrastruktur erst freigibt, wenn Penn Station (der Hauptbahnhof in Manhattan) und der Flughafen von Washington (der nach dem ehemaligen Außenminister Dulles benannt ist) in Zukunft nach ihm benannt werden. Ich sag nur Kennedy Center. Das schließt er jetzt, weil da niemand mehr auftreten will.

Eine gute Nachricht: Am 26.02. und am 27.02. werden erst Bill und danach Hillary Clinton vor dem Kongress zu Epstein aussagen. Sie wollen das live im Fernsehen tun. Popcorn raus. Das könnte für die Regierung nach hinten losgehen, denn die Beiden haben nichts zu verlieren und Hillary ist rhetorisch den meisten Männern weit überlegen.

Good News!

Im Berufungsverfahren um das Abtreibungsverbot am Klinikum Lippstadt hat der Chefarzt Joachim Volz einen Teilerfolg erzielt. Rund 550 Menschen trotzen den eisigen Temperaturen, um ihre Unterstützung am Donnerstag in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm demonstrieren. Gut, dass Prof. Volz nun zumindest in seiner Privatpraxis medizinisch indizierte Abtreibungen durchführen darf. In der Klinik bleibt es ihm jedoch verboten. Das zeigt den gesetzlichen Reformbedarf: Religiöses Selbstbestimmungsrecht darf nicht über der Gesundheit und der Versorgung von Frauen stehen.

 

Freitagstipps

1.  Gib mir  ___________.

2.  _________ sichtbar.

3.  Nächste Woche ist Valentinstag und ___________.

4.   ________ mit Zufriedenheitsgarantie.

5.   Ich freu mich schon auf ___________ .

6.   ____________ auf keinen Fall verpassen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Schneeglöckchen

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Mehr oder weniger zufällig bin ich bei HBO Max auf die True Crime Mini Serie Love & Deathgestoßen. Und dachte: wie anders Serien damals waren. Retro Feeling. Die Outfits der 80er, gruselig. Die Häuser, einfach alles. Bis ich mal gecheckt habe, dass die Serie 2023 gedreht wurde! Der Inhalt kam mir dann auch irgendwie bekannt vor, da es den Fall ja wirklich gegeben hat. In Wylie, Texas, wird die Vorstadt-Hausfrau Candy Montgomery in den 1980er Jahren beschuldigt, ihre Nachbarin Betty Gore ermordet zu haben, nachdem sie eine Affäre mit Gores Ehemann Allan hatte. Ich habe dann sozusagen nebenbei als second screen das Ganze weitergeschaut, aber mehr so wie bei einem Autounfall, wo man nicht wegsehen kann. Und weil ich vergessen hatte, wie es ausgegangen ist. Was aber wirklich faszinierend zu sehen war ist wie authentisch die Macher diesen 80er Vibe geschafft haben. Bis hin zu kleinsten Details.

2023 feierte die britische Thriller-Serie “Hijack” mit der Echtzeit-Erzählung einer Flugzeugentführung internationale Erfolge. Nun läuft die zweite Staffel bei Apple TV, sie wurde in Berlin gedreht, mit teilweise deutschen Schauspielern. Ich habe die erste sehr spannende Staffel deswegen erst im Lauf der Woche nochmal geschaut, solide Produktion mit viel Nervenkitzel, wenn ihr sie noch nicht kennt.

Die ersten Folgen der neuen Staffel sind  jetzt online, dieses Mal wird eine Berliner U-Bahn entführt. Und ich dachte schnell: Moment, da stimmt was nicht, also einige Details. Weil ich Berlin ja nun auch ein wenig kenne. Das ist auch der Berliner Presse bereits aufgefallen. Mein Eindruck bisher: diese zweite Staffel erhält Abzüge in der B-Note, die neuen Folgen können meiner Meinung nach nicht mit der gelungenen ersten Staffel mithalten. Aber ich schaue weiter, denn es ist trotzdem super spannend und gut gefilmt.

Heute Abend werde ich mir dann die erste Folge von “Heated Rivalry”gönnen. Keine Serie ist derzeit ein solches Phänomen und annähernd so präsent: sechs Folgen, produziert von einem kleinen kanadischen Sender, gemacht von Newcomer Jacob Tierney, basierend auf leicht verdaulichen Romanen von Rachel Reid. Die Story: Eishockey-Profis und Rivalen Shane Hollander und der Russe Ilya Rozanov, fangen eine Affäre an und verlieben sich dann. Beide Hauptdarsteller hatten bis zu den Dreharbeiten zu “Heated Rivalry” als Kellner gejobbt. Wenige Tage nach dem Staffelfinale in den USA präsentierten sie bereits einen Hauptpreis bei den Golden Globes und wurden zu olympischen Fackelträgern ernannt. Und in der Serie geht es quasi darum, wie sie ihre Beziehung jahrelang geheimhalten müssen und sich immer nur sehen können, wenn sie ein Spiel in der gleichen Stadt haben.

Die Serie hat auch Einfluss auf das “echte” Leben: Mit Jesse Kortuem hat sich ein erster Eishockeyprofi als schwul geoutet. Hauptdarsteller Hudson Williams und Connor Storrie sind Dauergäste am roten Teppich. Und New Yorks Bürgermeister Zoran Mamdami riet beim jüngsten Schneesturm: Man solle doch bitte zu Hause bleiben und die Buchvorlage lesen.

Das Besondere an der Serie ist nicht das Was („gay romance” ist nicht neu), sondern das Wie: Wie die Geschichte von Shane und Ilya aufgebaut wird, ist auffallend anders. Schicht für Schicht wird hier die Grundlage für eine Beziehung auf Augenhöhe geschaffen. Shane und Ilya lassen toxische Männlichkeitsvorstellungen zurück und lernen über Gefühle zu reden. Wahrscheinlich trägt das zum Erfolg der Serie bei, besonders bei Frauen.

Freitagstipps zum Lesen

Über die wahren Kosten von ChatGPT und KI im allgemeinen wird meiner Meinung nach nicht ausreichend informiert. Oder wissenschaftliche Informationen werden gezielt unterdrückt, damit die Milliardäre dahinter zu Billionären werden. Wie auch immer, das hier solltet ihr wissen:Warum diese Aktivisten Chat Bot Fragen manuell beantworten. Bedenklich.

Über Dopamin und die Folgen eines Mangels liest man aktuell viel, hier zum Beispiel: 5 Warnsignale für Dopamin Mangel und was du dagegen tun kannst. Ich merke in dieser dunklen Jahreszeit häufig, dass mir Bewegung fehlt und ich mir ohne Probleme eine Tafel Milka XL reinziehen kann. Und es mir damit nicht wirklich besser geht. Also mehr Nüsse, Avocado und dreimal die Woche laufen statt einmal. Das ist der Plan.

Freitagstipps zum Hören

Im aktuellen O.K. America Podcast von gestern, “Hello again, Epstein Files” ,gibt es noch gute Einordnungen und interessante Details zur Recherche der Epstein Files.

Schweigen in Gegenwart anderer Menschen halte ich nicht gut aus, ich bin kommunikativ und es darf auch gerne mal Smalltalk sein. Aber ab und zu trifft man Menschen, da ist das zäh wie Kaugummi. Eine Freundin machte mich neulich auf den Fast & Curious Podcast aufmerksam, den Business-Podcast mit Lea-Sophie Cramer und Verena Pausder. Die beiden Gründerinnen sprechen über Unternehmertum, Aktuelles aus der Gründerszene, Investments, Wirtschaftstrends…und übers Leben. Und ich bin jetzt großer Fan. Besonders nach dieser Folge: Wie stellt man gute Fragen? Smalltalk ist cool, wenn man ihn richtig nutzt, und es gibt konkrete Gesprächs-Hacks.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Barbara

Art Journal Mixed Media Projects Stempel

Das neue Dina Wakley MEdia Ledger Journal, kreative Spielereien und meine Frustbewältigung im Art Journal

31. Januar 2026

Vorab das hier: ich hatte versehentlich diesen Art Journal Beitrag gestern bereits veröffentlicht, als er noch im Entwurf war. Ein falscher Klick spät am Abend und zack, passiert. Aber jetzt ist er vollständig und ich freue mich über euren Besuch hier!

Ein altes Kassenbuch als Art Journal war schon lange mein Traum. Überhaupt mag ich es ja sehr, mit alten Papieren und in alten Büchern zu malen und matschen, zu kleben und Collagen zu machen und alles auch manchmal mit einemHauch von Scrapbooking zu verbinden.

Und alte Kassenbücher oder Journals (Ledger ist der englische Ausdruck) haben einen ganz besonderen Reiz. Durch Spalten und Linien, durch alte schöne Schrift und Zahlenreihen. Sogenannte Ledger Paper – also Papier mit Linien und Spalten – gab es schon vor 15 + Jahren, als ich mit Scrapbooking angefangen habe. Damals von Making Memories, 7 Gypsies, Basic Grey und weiteren Herstellern aus vergangenen Zeiten. Aber auch in aktuellen Papierserien von 49 & Market oder Heidi Swapp finden sich immer wieder Ledger Papier.

Ich schweife ab, zurück zu alten Ledger Journals. Ich suche uns sammle seit Jahren solche Exemplare auf Flohmärkten oder bei Kleinanzeigen. Ein besonders schönes Exemplar habe ich vor einiger Zeit in England gefunden. Ein Kunstwerk. Dessen Seiten ich bisher nur ehrfürchtig umgeblättert habe, es ist schon ein kleiner Schatz.

Vintage Ledger Journal

Vintage Ledger Jou

Ich werde sicher Seiten aus diesem Journal verwenden, für Junk Journals, Workshops und für Collagen. Aber ich könnte in diesem sehr alten schönen Buch insgesamt nicht so hemmungslos herumschmaddern, wie in meinen anderen Art Journals.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als Dina Wakley für die Firma Ranger im letzten Sommer das MEdia Ledger Journal auf den Markt brachte. Als großes Art Journal habe ich schon einige der Journals von Ranger verwendet, das von Dylusions* hat zum Beispiel auch mit leeren Spalten vorgedruckte Seiten.

Ich habe vor Jahren in Holland mal einen Workshop bei Dina Wakley gemacht und bin seitdem Fan ihrer lockeren Art Journal Spielereien. Ihre Media Journals bestehen aus einzigartigen Papieren. Ihr erstes Journal, das ich komplett gefüllt habe, ist eine Mischung aus Kraftpapier, Jute, Mixed Media Papier und Aquarellpapier.

Mixed Media Journal

Und dies ist das neue MEdia Ledger Journal von Dina Wakley, ich war total begeistert, als ich von der Veröffentlichung hörte. Sobald es im letzten Sommer angekündigt wurde, versuchte ich es zu bestellen, aber es war bereits überall ausverkauft.  Kurz nach Weihnachten war es endlich wieder lieferbar und ich konnte es kaum abwarten, darin zu arbeiten.

Dina Wakley Ledger Art Journal

Dieses Ledger Journal basiert auf einem alten Kassenbuch, das Dina Wakley gekauft hatte und ist die originalgetreue Reproduktion eines Kassenbuchs aus einem Eisenwarenladen der 1920er Jahre. Ich mag den grauen Vintage-Einband. Doch die wahre Schönheit des Buches offenbart sich erst, wenn man es aufschlägt und hineinschaut.

Dina Wakley Ledger Art Journal

Es ist auf relativ dickem Papier gedruckt, und was ich an diesem Ledger Journal besonders mag, ist, dass die Seiten nicht einheitlich sind, also genau wie in einem echten Kassenbuch. Die Seiten sind voller Handschrift, mit Notizen am Rand und Stellen, an denen Daten abgeschnitten wurden.

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Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 859

30. Januar 2026

Heute ist der 58. Januar. Jedenfalls fühlt es sich gerade so an.

Draußen ist es grau, vereinzelte Schneeschauer kommen runter und ich sehne mich nach Sonne und blauem Himmel. Wahrscheinlich geht es vielen von euch ähnlich, oder?

Die Tage gleiten ineinander über, ich schlafe zuwenig, trinke eventuell zuviel Kaffee und hätte ich nicht meine Fotobibliothek, wüsste ich garnicht, was ich die ganze Woche über gemacht habe. Büro, Buchhaltung, Steuern, alles so richtige Spaßprogramme.

Und soll ich euch etwas besonders Peinliches verraten? Ich hatte bereits eine Mahnung vom Finanzamt wegen der Steuer. Also habe ich für die Steuer 2024 alles rausgesucht, sortiert und vorbereitet. Da ich jedes Jahr meine Ablage bis März vorbildlich mache, mich dann auf dieser außerordentlichen Leistung ausruhe und in Folge den Rest des Jahres garnicht mehr ablege, dauerte das etwas.

Stolz sitze ich da also mit meinem prall gefüllten sortierten Ordner. Öffne meine Exel Tabelle von der letzten Steuererklärung zum überschreiben und traue meinen Augen nicht. Schaue dann nochmal genauer auf den Brief vom Finanzamt und erstarre. 2023 steht da. Uuuups. In meiner Erinnerung hatte ich die abgegeben. In der Realität anscheinend nur bis zum Punkt Ordner sortieren und die Tabelle halb ausfüllen. Ich sag ja, Zahlen sind nicht mein Ding, Exel auch nicht, und es gibt immer irgendwelche kreativen oder andere Ablenkungen, die mich von diesen lästigen Aufgaben abhalten. Aber jetzt bin ich im Flow und werde ’23 und ’24 zack zack fertig machen, nützt ja alles nix.

Ich könnte theoretisch ’25 ja auch direkt hinterher schieben, aber wir wollen es ja mal nicht übertreiben.

Meine Tulpen machen mir auch nach einer Woche noch Freude, das waren gut investierte 20€.

Freitagstipps Tulpen

Am Sonntag habe ich aus Gründen Soulfood gebraucht, dringend. Nix im Schrank. Spontan mir fielen noch einige in Alufolie gehüllte Bälle im Tiefkühlschrank ein. Die schlummerten da seit dem letzten Sommer und ich habe sie steinhart gefroren auf’s Blech gelegt und in den Ofen geschoben.

Freitagstipps Kekse

Zwanzig Minuten später roch es wunderbar in meiner Küche und ich konnte die dicken warmen und im Kern weichen New York Style Chocolate Chip Cookies nach Rezept von Maja genießen. Für die nächsten Tage auch noch, denn mehr als einen von diesen göttlich leckeren Dingern schafft man nicht auf einmal. Ich war wirklich überrascht, wie gut das geklappt hat, denn in weiser Voraussicht hatte ich damals im Sommer die Hälfte vom Teig geformt und eingefroren. Und ich habe ohne Vorheizen die Schneeball großen Teiglinge in den Ofen geschoben, Heißluft bei 160 Grad. Maja macht sie übrigens in der Heißluftfritteuse.

Ich habe den nächsten Workshop im Februar vorbereitet und unsere Artist Trading Cards Tauschgruppe für 2026 neu organisiert. Und war endlich mal wieder im Kino, mehr dazu in den Freitagstipps.

Und ich habe was Interessantes entdeckt! Traue nicht blind der Ki, in diesem Fall der Gemini KI von Google. Die neuerdings oben als erstes angezeigt wird, wenn man etwas googelt. Folgendes: Auf Instagram bekam ich neulich Werbung angezeigt, als Alternative zu Kollagen Pulver. Das ich seit einiger Zeit morgens in meinen Kaffee rühre und ich bilde mir ein, es geht mir, bzw meinen Gelenken, damit etwas besser. Also, mir wurde ein Produkt in Kapselform angezeigt, das angeblich besser oder wirkungsvoller sein soll. Mit Gotu Kola Komplex oder so ähnlich. Hörte sich interessant an, und ich gab den Begriff zur Recherche bei Google ein. Und bekam direkt als erstes eine ausführliche Beschreibung im positiven Sinne von Gemini angezeigt, also von der KI. Fast hätte ich das Produkt schon bestellt, scrollte aber noch weiter nach unten um weitere Quellen zu sehen. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Ärzteblatt und so weiter. Absolut wirkungslos stand da, es können Nebenwirkungen auftreten, kann zu Überdosierung führen und so weiter. Also Finger weg vom Indischen Wassernabel. Ich vermute, die KI hatte ganz viel Informationen aus der Werbung für das Produkt gezogen und nicht aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

KI, ChatGpT und so weiter hat viele Vorteile, aber blind glauben sollte man da nix, finde ich. Kurz mal ein oder zwei weitere Quellen checken kostet nicht viel Zeit und schafft mehr Sicherheit, dass die Informationen auch stimmen.

Und sonst so?

Was mich in den ersten Stunden nach den furchtbaren Geschehnissen in Minneapolis mit am meisten aufgeregt hat: Die Berichterstattung unserer deutschen Mainstream Medien.

Wer aus Angst vor Haltung verharmlost, beschönigt oder ungeprüft Narrative einer Regierung übernimmt, die sich zunehmend außerhalb rechtsstaatlicher Grenzen bewegt, wird seinem Auftrag nicht gerecht. Eine freie Presse muss kritisch bleiben, Macht benennen und einordnen und zwar gerade dann, wenn es unbequem ist. Wenn die einen sagen, es regnet, und die anderen sagen, es regnet nicht, dann ist es nicht Aufgabe des Journalismus, beide Seiten zu zitieren. Seine Aufgabe ist es, aus dem Fenster zu schauen und nachzusehen, ob es regnet.

Neutralität darf nicht mit Wegsehen verwechselt werden.

Warum reagieren deutsche Medien nicht mit einer Sprachagenda auf sich verändernde gesellschaftliche Grundsätze?

Es heißt nicht: Radfahrer erliegt nach Kollision mit Auto seinen Verletzungen

Oder: Frau stirbt nach Ehestreit

Oder: US Demonstrant nach Schusswechsel mit ICE getötet

Sprache bedeutet Wahrnehmung und in Deutschland gibt es immer noch den medialen Täterschutz, der die Opfer entwürdigt und dazu beiträgt, dass Morde verharmlost werden und der das Rechtsempfinden rückständig macht.

Ich habe zur Verarbeitung und Erinnerung –  im schlimmsten Fall an diesen eventuellen Kippunkt der Demokratie in den USA -dann etwas in meinem Art Journal gewerkelt.

Freitagstipps Art Journal

Und wenn man ehrlich ist, geht es da drüben in Minnesota gerade ja gar nicht um Immigration. Der rote (republikanisch regierte) Staat Texas hat 2,1 Millionen undokumentierte Einwanderer, Florida hat 1,6 Millionen undokumentierte Einwanderer, Minnesota, ein blauer (demokratisch regierter) Staat hat gerade mal 130.000. Also ging es von Anfang an nicht nur um Immigration, sondern zum Teil auch um politische Vergeltung. Weil der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, Trumps Gegner in der letzten Wahl war.

Und dann war da hierzulande noch diese unsägliche Teilzeit Diskussion. Alles ok bei euch, CDU? Ihr sollte dringend aufhören, diejenigen, die den Wohlstand dieses Landes erarbeiten, kostenlos die Zukunft (Kinder) großziehen, Verwandte pflegen, sich ehrenamtlich um die Ärmsten kümmern, da ihr versagt und zusätzlich noch eure Diäten finanzieren, non-stop zu beschimpfen.

Und endlich anfangen auf die Wissenschaft und Expert*innen zuhören. Arbeitnehmer*innen-Rechte sind keine Almosen. Wir sind das Volk. Ihr unsere Angestellten.

Teilzeit betrifft in der Mehrheit ja Frauen. Wenn es so oder so nicht genügend Stellen gibt, d.h. also durch einen eventuellen Vollzeitzwang mehr Arbeitslose geschaffen werden, hat man ja wieder mehr Arbeitslose, also genug „faule” Menschen, um dieses Gruppe wieder als Sündenbock darzustellen.

Da frage ich mich, ob das so eine verkappte, konservative Frauen-zurück-an-den-Herd Kampagne ist, ganz im Stile von Project 2025. Ich mein, CDUlinge waren ja nicht umsonst unlängst in den USA, um sich von den ultra Rechten dort beraten zu lassen.

Good News!

Die Mutter meiner Freundin ist vor kurzem an einem Glioblastom verstorben, es war eine unsagbar traurige Zeit. Glioblastome kapern das Nervensystem auf eine zuvor unbekannte Weise – für diese Entdeckung erhält der Neurologe Varun Venkataramani den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstädter-Nachwuchspreis 2026. Seine Forschung könnte dabei helfen, neue Behandlungen zu entwickeln. Das gibt Hoffnung.

 

Freitagstipps

1.    Ich gebe ungerne zu, dass ich   _________ .

2.    _________ uralt, aber sehr bequem.

3.   Mein Impulskauf beim Einkaufen ____________ .

4.    ________aufgeben, aber ich will es eigentlich nicht.

5.    Wenn ich heute frei hätte,  ________   .

6.    Meine  Kramsschublade ________ .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe die interessante Doku “German Guilt” in der ZDF Mediathek gesehen. Thilo Mischke forschte mit Katja Riemann und Ronja von Rönne nach, was ihre Ahnen in der NS-Zeit taten. Sie befragetn Angehörige, sichteten Archive und stellten Fragen über Täterschaft, Opferrolle und das Schweigen vieler Nachkriegsgenerationen. Und sie zeigen, wie jeder von uns selbst nachforschen kann, zum Beispiel im Bundesarchiv. Ich verfolge das Thema weiter, mich interessiert Geschichte, und die meiner eigenen Familie erst recht. Zeitzeugen gibt es bald keine mehr, in meiner Familie auch nicht. Umso wichtiger finde ich, dass wir durch persönliche Geschichten und eine –  wenn auch indirekte – persönliche Betroffenheit diese Vergangenheit weiter sichtbar machen.

Mehr oder weniger durchgebingt habe ich die Serie “All her Fault”. Erst dachte ich: ach, wieder so eine Geschichte, wo ein Kindermädchen das Kind reicher Familie entführt. Aber die Verfilmung der Romanvorlage der irischen Autorin Andrea Mara ist wesentlich mehr. Acht Folgen ver- und entwirrt, ein Netz aus Schockmomenten, Plot-Twists und wechselnden Verdächtigen. In den letzten beiden Episoden wird dann so viel aufgelöst, dass man kaum noch mitkommt (und dann wie ich nicht aufhören kann und sich die halbe Nacht um die Ohren schlägt) . Solide, unterhaltsame Thrillerserie, läuft neu auf HBO Max.

Und ich war endlich mal wieder mit meiner Freundin im Kino. Mein Ziel ist es jedes Jahr, möglichst alle für den Oscar nominierten Filme zu sehen. Und gestern Abend habe ich seit längerem im Kino wieder ein paar Tränen vergossen.  “Hamnet” ist gleich für acht Oscars nominiert und hat bereits den Golden Globe 2026 für den besten Film erhalten. Die Romanverfilmung erzählt die Geschichte von William Shakespeare und seiner Frau Agnes, ihrer Liebesgeschichte, ihrer drei Kinder und dem Verlust, den sie schließlich verkraften mussten. Im Lauf des Films steigert sich langsam die Intensität der Darstellung auf eine emotionale Wucht, die ich lange nicht im Kino erlebt habe. Die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller sind einfach überragend. Ganz große Empfehlung!

Freitagstipps zum Lesen

Weltweit gibt es noch hunderte unkontaktierte indigene Völker, das war mir so nicht bewusst und der Begriff unkontaktiert war mir in dem Zusammenhang neu neu. Sie stehen vor der realen Gefahr des Aussterbens.

Die Influenza hat Hochsaison und Covid ist auch immer noch da. Also sind Vorsichtsnahmen besonders wichtig. Was denkt ihr, Händewaschen besser mit warmem oder kaltem Wasser? Die Antwort hat mich etwas überrascht.

Am 5. Dezember 2026 sollen Bill und Tom Kaulitz die Neuauflage von Wetten, dass moderieren. Die Entscheidung polarisiert, aber das ZDF verfolgt offenbar eine besondere Strategie damit.

Freitagstipps zum Hören

Im Podcast The Daily Beast gab es wieder ein super interessantes Interview. Dieses Mal mit Mary Trump, der Nichte von DT. Die schonungslos über die Jugend mit Onkel Donald, den tyrannischen soziopathischen gemeinsamen Großvater und überhaupt viele haarsträubende Dinge erzählt. Kein Wunder, dass der irre Größenwahnsinnige die Welt auf den Kopf stellt, bei der Vorgeschichte. In “Real Reason My Uncle Trump Became a Monster”.argumentiert Mary Trump, dass der Instinkt ihres Onkels schon immer darin bestanden habe, Verantwortung zu leugnen, Opfer anzugreifen und Gewalt zu eskalieren, anstatt sie einzudämmen – und dass sich dieses Muster verschärfe, da sein kognitiver Verfall, seine Wutausbrüche in den sozialen Medien und seine Realitätsferne immer schwerer zu verbergen seien.

Ich höre meine Podcasts grundsätzlich über die Apple Podcast App, aber ihr könnt die meisten auch auf Spotify hören, oder frei verfügbaren Plattformen. Ich verlinke euch meistens das, was mir Google als erstes anzeigt.

Was mich etwas überrascht hat: im aktuellen Alles muss raus Podcast hat Thilo Mischke Thomas Hayo zu Gast. Den ich nur als etwas hohlen Modefuzzi bei Germanys Next Top Model in Erinnerung hatte. Er lebt seit Jahren in den USA und berichtet im Podcast durchaus angenehm und gut informiert aus erster Hand, wie es sich anfühlt, jetzt dort zu sein. “Minneapolis – Wie fühlt sich Amerika gerade an?”  Wie geht es seinem Umfeld, wie nimmt er die Stimmung im Land wahr?

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

Barbara